Der steigende Wettbewerbsdruck hat auch immer mehr Auswirkungen auf die IT der Unternehmen. Von der IT wird zu Recht ein substantieller Wertbeitrag am Unternehmenserfolg eingefordert. IT-Kosten werden nicht mehr als gegeben akzeptiert. Das hat Konsequenzen für IT-Mitarbeiter und IT-Dienstleister. So werden in den nächsten fünf Jahren durchschnittlich 80 Prozent aller Ausgaben für IT-Services aus Kosten- und Qualitätsgründen auf externe Dienstleister fallen. Das aus dieser Entwicklung entstehende Marktpotenzial für IT-Service-Dienstleistungen taxieren die A.T. Kearney-Experten bis 2011 in Deutschland auf etwa 33 Milliarden Euro.
Hier werden insbesondere große internationale IT-Dienstleister mit Zugang zu Niedriglohnressourcen (z.B. Offshore) und industriebezogene Nischenanbieter in Deutschland die besten Zukunftsaussichten haben. IT-Dienstleister mit fehlender kritischer Masse und unklarem Industrie- oder Spezialprofil werden die aus der steigenden Nachfrage resultierenden Möglichkeiten nicht nur nicht nutzen können, sondern sogar der Konsolidierung zum Opfer fallen – entsprechende Investoren stehen schon bereit. Auf der anderen Seite werden in deutschen Unternehmen schätzungsweise 120.000 klassische IT-Arbeitsplätze abgebaut.
Gleichzeitig werden 25.000 neue Arbeitsplätze in der IT der Unternehmen entstehen – jedoch nicht für klassische IT-Spezialisten, sondern für IT-Fachkräfte mit Wirtschafts- oder besonderem Branchen-Know-how. In Deutschland werden allerdings zu wenige Fachkräfte dieser Art ausgebildet, die diesen Anforderungen entsprechen.