Um einen möglichst langfristigen und nachhaltigen Nutzen aus dem geplanten Konjunkturprogramm zu ziehen, sollte die Bundesregierung neben einer unmittelbaren Entlastung der Konsumenten durch Steuer- beziehungsweise Abgabensenkung vor allem auch zukunftsgerichtete Investitionen zur Förderung und Weiterentwicklung des Energiemixes tätigen. Dies würde gleichzeitig auch den CO2-Ausstoß und auch die Abhängigkeit von Energieimporten reduzieren und könnte langfristig eine Vielzahl von Arbeitsplätzen schaffen. In einem ersten Schritt sollten dafür im Laufe der nächsten zwei bis drei Jahre als Anschubinvestitionen rund 24 Milliarden Euro investiert werden, die aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung kommen könnten.
Die A.T. Kearney-Studie „New Energy Deal“ adressiert mit den Elementen nachhaltige Energieerzeugung, Energieeffizienz und -management sowie Elektrifizierung in erster Linie jene Industrien, die bereits besonders von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen sind oder in Zukunft betroffen sein werden. So sollten zur Konjunkturstabilisierung durch Deficit Spending vorrangig die Branchen Automobil, Bau, langlebige Konsumgüter sowie Investitionsgüter berücksichtigt werden. Für Energieunternehmen sollten Investitionsrentabilität ermöglicht und Genehmigungsverfahren vereinfacht werden.
In das Gespräch mit Experten aus Industrie und Wissenschaft fließen jüngste Erkenntnisse ein - ob beim Vortrag, in der Diskussion oder bei einer der A.T. Kearney-Veranstaltungen.