Carbon Disclosure Project - Supply Chain Report 2011: Nachhaltigkeit beim Lieferkettenmanagement sorgt für bessere Unternehmensperformance und höhere Return on Investments (ROI) – weltweit größte Studie zum Thema CO2-Reduktion und Klimaschutz im Lieferkettenmanagement
Zusammenarbeit mit grünen Unternehmen zahlt sich aus

Düsseldorf, 26. Januar 2011
Die Zusammenarbeit mit nachhaltigen Zulieferunternehmen und die konsequente Optimierung des Lieferkettenmanagements nach CO2-Gesichtspunkten ist für Unternehmen ein wesentlicher Hebel, um Kosten einzusparen. Dies geht aus dem „Supply Chain Report 2011“ der Non-Profit-Organisation Carbon Disclosure Project (CDP) und der Unternehmensberatung A.T. Kearney hervor, die hierfür die klimarelevanten Daten von weltweit führenden Konzernen und mehr als 1.000 Zulieferunternehmen erhoben und ausgewertet hat. Mehr als die Hälfte aller Konzerne und ein Viertel aller Zulieferer verzeichnen durch nachhaltige Lieferketten weitreichende Kosteneinsparungen.
86 Prozent der CDP Supply Chain-Unternehmen sehen weitreichende Wettbewerbsvorteile durch die enge Zusammenarbeit mit Zulieferern – allen voran ein verbesserter Return on Investment. Im Jahr 2009 waren dies lediglich 46 Prozent. „Dieser rasante Anstieg bestätigt, dass eine konsequente nachhaltige Ausrichtung beim Lieferkettenmanagement und im Einkauf nicht nur der Umwelt hilft – denn in diesem Bereich fallen meist mehr als die Hälfte der CO2-Emmission eines Unternehmens an, sondern auch die Kosten drückt“, sagt Daniel Mahler, Partner bei A.T. Kearney und einer der Verantwortlichen für die Durchführung der Studie.
Mehr als 79 Prozent der CDP Supply Chain-Mitgliedsunternehmen besitzen mittlerweile eine übergreifende Nachhaltigkeits-Strategie. Im letzten Jahr waren es erst 63 Prozent. Entsprechend hoch ist auch die Bedeutung der Nachhaltigkeit im Bereich Lieferkettenmanagement.
Die wachsende strategische Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit hat im vergangenen Jahr geradezu einen Dominoeffekt innerhalb der Lieferketten der globalen Konzerne ausgelöst. So bieten bereits 41 Prozent der Unternehmen entsprechende Schulungen für ihre Mitarbeiter an, wenn sie Vorschläge zur CO2-Reduktion in der Lieferkette machen. Diese werden in 25 Prozent der Unternehmen sogar besonders honoriert.
Neben einer gezielten Mitarbeitermotivation hat sich auch der Nutzen im Bereich Brand Management in mehr als der Hälfte der Unternehmen erhöht. Zudem ist Produktdifferenzierung sogar für 60 Prozent aller Unternehmen ein zunehmend wichtiges Ziel.
Die Qualität und Konsistenz der Reporting-Prozesse entlang der Lieferkette stehen in punkto CO2-Ausstoß jedoch noch vor erheblichen Herausforderungen. Nach und nach etablieren die Unternehmen jedoch standardisierte CO2-Scorecards zur Optimierung ihrer Lieferketten. So hat sich der Anteil der Unternehmen, die ihre Supply Chain-Emissionen tracken und reporten auf 45 Prozent mehr als verdoppelt. 72 Prozent der weltweiten Konzerne lassen ihre Daten sogar extern überprüfen, während dies bei nur 39 Prozent der Lieferanten der Fall ist – vornehmlich aufgrund der hohen Kosten, die damit verbunden sind. „Ein Umdenken bei den Zulieferern ist dringend erforderlich, denn bereits 17 Prozent der Konzerne wählen ihre Zulieferer bereits nach CO2-Kriterien aus. Tendenz weiter steigend – wir schätzen auf etwa 30 Prozent in fünf Jahren“, sagt Mahler.
„Wir sehen einen enormen Wandel bei den führenden Unternehmen in der Art und Weise, wie sie nachhaltige, quantifizierbare CO2-Programme und Policies einsetzen“, sagt Frances Way, Program Director des CDP: „Während im letzten Jahr zahlreiche Konzerne eine sinnvolle Klimapolitik fest in ihre Geschäftsstrategie eingebettet haben, geht es jetzt an die konkrete operative Umsetzung – und das über die gesamte Lieferkette hinweg. Besonders erfreulich dabei: Sowohl Konzerne als auch Lieferanten profitieren gleichermaßen von einer Zusammenarbeit, die neben wirtschaftlichen auch soziale und ökologische Ziele verfolgt.“
„Zukunftsorientierte Führungskräfte haben längst erkannt, dass die Programme zur Verringerung der Treibhausgase für ihre Organisationen erhebliche wirtschaftliche und strategische Vorteile bieten. Die enge Zusammenarbeit mit Lieferanten in dieser Hinsicht vervielfacht diese Vorteile zusätzlich“, so Mahler.
CDP Supply Chain-Mitgliedsunternehmen
Accenture, Acer Inc., Asustek Computer Inc, Banco Bradesco S/A, Bank of America, Barclays, Baxter International Inc., Becker Underwood, Biogen Idec Inc., BT Group, Kraft Foods, Chicony Power Technology Co.,Ltd. (DongGuan), Colgate Palmolive Company, Coloplast A/S, ConAgra Foods, Inc., Danone, Dell, Diebold, EADS N.V, Elopak, EMC Corporation, Endesa, ENEL SpA, eni, FIBRIA Celulose S/A, Ford Motor Company, Google Inc., Heinz (H.J.) Company, Hewlett-Packard, Hynix Semiconductor, Imperial Tobacco Group, International Business Machines (IBM), Johnson & Johnson, Johnson Controls, Juniper Networks, Inc., KAO Corporation, Kellogg Company, Kimberly-Clark Corporation, L' Oreal, Logica, Merck & Co., Inc., Millipore Corp., Molson Coors Brewing Company, National Australia Bank, National Grid, Nestle, PepsiCo, Inc., Philips Electronics, Reckitt Benckiser, Rolls-Royce, Royal Mail Group, Sony Corporation, Unilever, Vivendi Universal, Vodafone Group, VT Group.
Über CDP
Carbon Disclosure Project (CDP) ist eine unabhängige Non-Profit-Organisation, die weltweit Schlüsseldaten von 3.000 Unternehmen zum Thema Klimawandel sammelt und mittlerweile über die weltweit größte Datenbank mit Informationen zu Treibhausgasemissionen und Klimaschutzstrategien der Unternehmen verfügt. Seit der Gründung im Jahr 2000 widmet sich das CDP der Erhebung von klimarelevanten Daten für Investment-Portfolios von über 534 institutionellen Anlegern, die ein Vermögen von insgesamt mehr als 64 Billionen US-Dollar verwalten sowie für Lieferketten von Unternehmen und dem öffentlichen Sektor.
Weitere Informationen sind unter www.cdproject.net verfügbar. |