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23.05.2012 A.T. Kearney Service-Kompetenz Industrie-Kompetenz Veröffentlichungen Veranstaltungen Karriere

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Markt für konvergente IT- und TK-Lösungen wächst bis 2005 auf 34 Milliarden US-Dollar
Steigender Bedarf nach konvergenten Business-Lösungen: Anbieter von Telekommunikations- und Informationstechnologie positionieren sich neu

Düsseldorf, 29. April 2004

Das Umsatzvolumen konvergenter Business-Lösungen wird noch im Laufe dieses Jahres um etwa 15 Prozent auf über 34 Milliarden US-Dollar ansteigen. Dies setzt die Anbieter von Telekommunikations- und Informationstechnologie unter Zugzwang, sich möglichst rasch durch Allianzen und Partnerschaften neu zu positionieren. Zu diesem Ergebnis kommt die internationale Top-Managementberatung A.T. Kearney in einer aktuellen Studie. Als Treiber für diese Entwicklung haben die Experten Firmenkunden ausgemacht, die durch das innovative Zusammenführen von Telekommunikations- und Informationstechnologie zu konvergenten Anwendungen weltweit Effizienz-Steigerungen von bis zu 30 Prozent realisieren können.

„Die Kommunikationsbranche war in den vergangenen vier Jahren von zwei gegenläufigen Trends gekennzeichnet: Während die Mobilfunkanbieter in diesem Zeitraum weltweit ein Wachstum von vier Prozent verbuchen konnten, mussten gleichzeitig die Festnetzanbieter einen Umsatzrückgang von drei Prozent hinnehmen,“ schildert Martin Sonnenschein, als Vice President bei A.T. Kearney für die Telekommunikationsindustrie zuständig, die Lage der Branche. „Doch auch die Mobilfunkunternehmen müssen sich angesichts hoher Marktsättigung auf stagnierende Märkte einstellen und nach neuen Wachstumspotenzialen suchen. Dies wird den Wettbewerb, der sich bislang eher auf Preiskämpfe konzentrierte, nachhaltig verändern. Nun müssen die Anforderungen der Kunden in den Fokus der Kommunikationsbranche rücken.“

Die Experten von A.T. Kearney erwarten, dass dabei dem Segment der Unternehmenskunden eine besondere Bedeutung zukommen wird. Diese Kunden erwarten Lösungen, in denen Festnetz- und Mobilfunktechnologie mit Lösungen aus der Informationstechnologie zusammengeführt werden, da hier signifikante Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen möglich sind. Die Konvergenz dieser drei Technologien verspricht eine lückenlose Abdeckung der gesamten Wertschöpfungskette von der Entwicklung bis hin zur Kundenbetreuung.

Durchschnittliche Effizienzsteigerung: 30 Prozent

Die A.T. Kearney-Studie zeigt, dass der Weltmarkt für konvergente „end-to-end“ Lösungen bis zum Jahr 2005 um rund 15 Prozent auf ein Gesamtvolumen von über 34 Milliarden US-Dollar anwachsen wird. Auch für die Anwender dieser innovativen Lösungen eröffnen sich interessante Perspektiven: „Unsere Analysen zeigen, dass konvergente Business Lösungen Effizienzsteigerungen von durchschnittlich 30 Prozent bringen können“, erläutert Björn Röper, Prinzipal bei A.T. Kearney.

So konnte beispielsweise ein amerikanischer Handelskonzern seinen Lagerumsatz mit Hilfe einer konvergenten Lösung um 20 Prozent beschleunigen und gleichzeitig seine Produktivität um mehr als 40 Prozent steigern. Ein weltweit agierendes Logistik-Unternehmen konnte eine Produktivitätssteigerung um 30 Prozent verzeichnen und seinen Kundenservice signifikant verbessern. Ein Energieversorger konnte durch die Ausstattung seiner 800 Außendienstmitarbeiter mit mobilen Terminal-Geräten deren Produktivität um 20 Prozent erhöhen.

Chancen und Herausforderungen

„Allerdings sind diese Chancen weder für die Kommunikationsbranche noch für die IT-Dienstleister und die Anwender zum Nulltarif zu haben“, betont Röper. „Erste Erfahrungen zeigen zwar, dass sich die notwendigen Investitionen in weniger als zwei Jahren amortisieren können, doch stellt die Implementierung konvergenter Lösungen Anbieter wie Anwender vor eine Reihe von Herausforderungen: Zunächst einmal muss eine Integration der neuen Lösungen mit der vorhandenen IT-Systemlandschaft sichergestellt werden. Ebenso muss beachtet werden, dass die neuen Lösungen so entwickelt werden, dass sie von den Anwendern im Unternehmen möglichst rasch angenommen werden. Neue Applikationen erfordern darüber hinaus oftmals auch Anpassungen und Änderungen der Unternehmensprozesse, ehe ihre Möglichkeiten voll ausgeschöpft werden können. Schließlich muss auch die immer noch vorhandene Skepsis vieler Unternehmen, ob mobile Lösungen überhaupt funktionieren können, überwunden werden.“

„Bisher ist noch nicht absehbar, ob ein einzelnes Kommunikations- oder IT-Unternehmen in der Lage sein wird, seinen Kunden konvergente Lösungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg anzubieten“, bemerkt Sonnenschein. „Stattdessen dürften sich hier zunächst Allianzen und Partnerschaften bilden, in denen verschiedene Anbieter ihre jeweiligen Kompetenzen zu innovativen Lösungen miteinander kombinieren.“

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