Die europäische Telekommunikationsindustrie hat sich im internationalen Branchenvergleich bisher als vergleichsweise krisenresistent erwiesen. Zurückzuführen ist die relativ hohe Widerstandskraft der Branche auf verschiedene Industriespezifika wie etwa eine naturgemäß große Flexibilität der Netzbetreiber bei der Steuerung von Investitionen. Zwar sind von Juni 2008 bis März 2009 die Börsenkurse von Telekommunikations- und Informationstechnologieunternehmen gesunken, nicht jedoch im selben Maße wie der industrieübergreifende Durchschnitt. Allerdings drücken eine rückläufige Nachfrage und strukturelle Trends wie etwa eine zunehmende Konsolidierung der Branche oder das Zusammenwachsen von Fest- und Mobilfunk immer stärker auf die Profitabilität der Netzbetreiber. Um sich zu behaupten und nachhaltig über Marktniveau zu wachsen, kommt es für sie jetzt mehr denn je darauf an, ihre Innovationskraft zu stärken und systematisch neue Erlösquellen zu erschließen.