Unzählige Marketing- und Vertriebsexperten wetteiferten unmittelbar nach der Deregulierung der deutschen Energieversorgung 1999 über die „richtige Farbe des Stroms“ – von den ambitionierten Wachstumsvisionen sind bestenfalls die Millionen verschwendeter Werbebudgets in Erinnerung geblieben. Seither gelten die mangelnde Profitabilität des Vertriebs und die Wechselunwilligkeit der Haushalts- und Gewerbekunden als Paradigma. Jüngste Marktanalysen von A.T. Kearney zeigen jedoch, dass ein Paradigmenwechsel eingeläutet wurde und die substantielle Neuausrichtung des Vertriebs längst begonnen hat. Aus dem Vergleich mit anderen Commodity-Industrien lässt sich eine Reihe von Werthebeln ableiten, um die Retail-Marge im Strom nachhaltig auszubauen.