Viele Unternehmen tun sich schwer mit dem Expandieren und Wachsen und scheuen drastische Maßnahmen am Markt – weil diese häufig mit Risiken behaftet sind. Andere wiederum halten die externen, konjunkturellen Einflüsse für übermächtig. Sie glauben nicht, dass sie ihren Weg selbst bestimmen können und unterlassen das Wachsen aus diesem Grund – doch auch sie irren sich.
Was hinter dem Wachstum einzelner Unternehmen steckt, hat A.T. Kearney in den vergangenen Jahren durch verschiedene Untersuchungen zum Thema Wachstum herausgefunden. Sowohl kurz- als auch längerfristige Aspekte wurden unter die Lupe genommen. Auf der Basis einer Datenbank, die 98 Prozent des Welt-Kapitalmarktes abdeckt, wurden 29.000 Unternehmen über 14 Jahre verfolgt, Dutzende von Einzelanalysen angefertigt und etwa 40 Top-Executive Briefings mit insgesamt über 1.000 Teilnehmern durchgeführt.
Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
1.
Wachstum ist möglich in jeder Industrie, jeder Region und in jeder Phase des Konjunkturzyklus. In Bezug auf Wachstum gibt es keine „alten Industrien“.
2.
Wachstum wird im Wesentlichen durch acht interne Hebel getrieben, die weiche und harte Faktoren beinhalten. Betroffen sind dabei die Bereiche Operations, Strukturorganisation und Strategie.
3.
Da strategische Innovation nur einer von mehreren Wachstumshebeln ist, stellt Wachstum insgesamt nur ein geringes Risiko dar.
4.
Da die Wachstumsblockaden in jedem Unternehmen unterschiedlich sind, ist für jedes Unternehmen ein individueller Wachstumspfad erforderlich.
5.
Langfristiges erfolgreiches Wachstum ist der entscheidende Treiber der Aktienkurse. Damit bestimmen Unternehmen letztlich ihre Kursentwicklung selbst.
6.
Da alle Industrien nach einem vorhersagbaren Muster konsolidieren („Endgames“), müssen langfristig erfolgreiche Unternehmen diese Konsolidierung pro-aktiv betreiben – und zwar durch entsprechendes Wachstum.
Die renommierten A.T. Kearney-Berater Fritz Kröger und Graeme K. Deans zeigen in ihrem Buch anhand zahlreicher Beispiele konkrete Wege auf, wie Wachstumsbarrieren mit der richtigen Strategie überwunden werden können.