Telekommunikations- und Medienmärkte wachsen zusammen. Multimedia wird endlich Wirklichkeit. Doch wie gut ist Deutschland darauf vorbereitet? Eine Bestandsaufnahme der deutschen Telekommunikations- und Medienmärkte zeigt ein eher düsteres Bild: Im Telekommunikationssektor konnte trotz der seit 1996 staatlich verordneten Liberalisierung kein nachhaltiger Infrastrukturwettbewerb sichergestellt werden. Lediglich der Mobilfunk hat es geschafft, sich am Markt durchzusetzen – doch er ist mit milliardenschweren UMTS-Lizenzgebühren massiv belastet. Im Mediensektor sind wichtige Player ausgeschieden; andere sind dabei, die Verluste aus der Boom-Phase der New Economy abzuschreiben und suchen verzweifelt nach tragfähigen Geschäftsmodellen.
Wen trifft die Schuld? Versagen des Gesetzgebers, Selbstüberschätzung der Unternehmen oder falsche Umsetzung der ordnungspolitischen Vorgaben durch die Regulierungsbehörde, das Kartellamt und die Gerichte? Das Buch "Innovative Regulierung" liefert nicht nur eine kritische Standortbestimmung für Deutschlands Telekommunikations- und Medienmärkte, sondern analysiert auch die Entwicklungen seit der Liberalisierung im Jahre 1996 und untersucht deren Auswirkungen aus Unternehmer- und Kundensicht. Auf Basis einer umfangreichen Studie, die A.T. Kearney zur anstehenden Neufassung des Telekommunikationsgesetzes durchgeführt hat, stellen die Autoren wesentliche Instrumente für eine Neuordnung der Telekommunikations- und Medienmärkte vor.
Über die Autoren: Die Autoren sind Consultants der Top-Managementberatung A.T. Kearney, unter ihnen der ehemalige Vizepräsident der Bonner Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post. Sie haben als Autorenteam in Zusammenarbeit mit Dr. Thomas Hart von der Bertelsmann Stiftung die Veröffentlichung erarbeitet.