Maßgefertigt – M&A-Synergien mit Augenmaß Von Dr. Jürgen Rothenbücher, Dr. Sandra Niewiem und Jan Bovermann Erschienen in: M&A Review, Nr. 1/2012
Unabhängig von Boom- und Krisenzeiten – M&A-Aktivitäten sind immer präsent, denn sie bieten stets eine Chance für unternehmerische Wertgenerierung. Auch wenn in Rezessionen die Transaktionsvolumina vorübergehend sinken, bleibt die Anzahl von M&A oft konstant oder ist nur geringfügig rückläufig. Womit M&A und Wertgenerierung an erster Stelle verbunden werden, sind Synergien – leider zu häufig als Allheilmittel zur Steigerung des Shareholder-Value. Ebenso altbekannt ist, dass viele M&A-Transaktionen hinter den Erfolgserwartungen zurückbleiben, also keine Werte schaffen. In früheren Untersuchungen, Ende der 90er Jahre, waren es 70%, mittlerweile sind es immer noch zwischen 50 und 60% aller Zusammenschlüsse und Übernahmen, die sich negativ auf die Wertentwicklung auswirken, also nicht wirtschaftlich für die beteiligten Unternehmen sind. Synergien spielen dabei eine besondere Rolle. Sie können Werte steigern oder – beim Ausbleiben – Werte vernichten. Trotz ihrer Bedeutung werden bis heute Synergien häufig zu pauschal abgeschätzt und nicht systematisch gesteuert.