Interessenvertretung über Verbände Die Herausforderung in der Praxis am Beispiel Luftverkehr Von Dr. Tanja Wielgoß Antonius Liedhegener und Torsten Oppelland (Hg.): Parteiendemokratie in der Bewährung, Festschrift für Karl Schmitt (Jenaer Beiträge zur Politikwissenschaft, Bd. 14),
Nomos Verlagsgesellschaft 2009
Parteien, Verbände und Medien sind im politischen Prozess eng miteinander verflochten. So sind Parteien selbstverständlich Adressat von Verbänden, wenn diese politische Entscheidungsprozesse beeinflussen wollen. Parteien und Verbände wiederum sind auf die Medien angewiesen, wenn sie die öffentliche Meinung beeinflussen wollen. Von allen drei Gruppen genießen die Verbände möglicherweise den schlechtesten Ruf. Es wird ihnen vorgeworfen, Partikularinteressen zu vertreten und durchzusetzen und so Lösungen zu verhindern, die für das Gemeinwohl zuträglich sind. Eine solche Wahrnehmung verkennt, dass sich das Gemeinwohl nicht von selbst bildet. Vielmehr sind die politischen Entscheidungsträger darauf angewiesen, sich dem Besten für das Volk anzunähern, indem sie verschiedene Meinungen und Interessen gegenüberstellen und miteinander abwägen.
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