Thinking outside the Box Von Dr. Christian Schuh und Dr. Boris Piwinger CPO Agenda, Spring 2006
Heute sehen sich die Einkaufsvorstände in fast allen Branchen mit einem neuen Genre mächtiger, geschickt verhandelnder und durch Patente geschützter Lieferanten konfrontiert. Traditionelle Beschaffungsansätze versagen bei diesen Lieferanten regelmäßig, die aus technischen Gründen fast jeden Preis für ihre Produkte verlangen können. Insourcing des Produktes oder ein Lieferantenwechsel sind keine Optionen. Vielmehr beobachten wir, dass die Einkaufsvorstände in zunehmendem Maße nicht mehr bereit sind, von Patenten geschützte Lieferanten zu akzeptieren. Sie und ihre Unternehmen wenden vielmehr das so genannte „Invention on Demand“ an. Anstelle der Änderung von Produktspezifikationen, die es den Lieferanten erlaubt, ein Produkt kostengünstiger herzustellen, ermöglicht es dieser Ansatz den Unternehmen, ein vollständig neues Produkt herzustellen und so den Anspruch der etablierten Lieferanten auf intellektuellen Besitz eines Produkte zu umgehen.
Dieser Artikel stellt die Philosophie des „Invention on Demand“-Prinzips vor und beschreibt die vier Schritte des Problemlösungsmodells.