Ein großer Betreiber konventioneller Kraftwerke (für die Brennstoffe Kohle, Gas, Öl) mit über 20 Kraftwerksstandorten war angesichts neu gebauter Kraftwerke und Akquisitionen im europäischen Ausland Herausforderungen wie zunehmende Intransparenz und Komplexität ausgesetzt.
Gemeinsam mit dem Klienten wurde eine Optimierung und Harmonisierung der stark heterogenen Prozesse und eine Konsolidierung der hoch fragmentierten IT-Systeme durchgeführt. Im Fokus des Projekts standen die Kernprozesse
Brennstoffeinkauf
Steuerung von Logistik und Transport der Brennstoffe aus Südafrika und Südamerika nach Europa, innerhalb der Seehafenläger, vom Seehafen über Binnenschiffe und Züge zu den Kraftwerken bis hin zur Haldenbewirtschaftung innerhalb der Kraftwerksstandorte
Grenzkostenermittlung als Basis für die Kraftwerkseinsatzplanung (Merit Order)
Emissionsmanagement
Übergreifendes Berichtswesen für die Zentrale und alle Standorte
Durch die Einführung eines integrierten energiewirtschaftlichen Supply-Chain-Management-Systems werden sowohl qualitative Nutzeneffekte wie Erhöhung der konzernweiten Transparenz und Steuerbarkeit der Standorte als auch quantifizierbare Nutzeneffekte wie Optimierung der Logistikkosten und Reduktion des gebundenen Kapitals erzielt.
Projektzielsetzung
A.T. Kearney wurde mit der Harmonisierung und Optimierung der wesentlichen Kernprozesse (Brennstoffeinkauf, Logistik- und Transportsteuerung, Grenzkostenermittlung und Emissionsmanagement) als Grundlage für die Einführung eines energiewirtschaftlichen Supply-Chain-Management-Systems beauftragt.
Das Projekt verfolgte vier wesentliche Kernziele:
Erhöhung der Transparenz für die Zentrale und die Standorte
Erhöhung der Steuerbarkeit der Prozesse und Verringerung der Komplexität
Erhöhung der Qualität
Reduktion der Kosten
Vorgehensweise
Das Projekt war in zwei Abschnitte geteilt mit sukzessivem Fokus auf die Zentrale und die Kraftwerke und beinhaltete jeweils folgende Schritte:
Ist-Analyse der Prozesse und IT-Systeme durchführen
Soll-Konzept für Prozesse und IT-Systeme definieren
Lastenheft für das energiewirtschaftliche Supply-Chain-Management-System erstellen
Ausschreibung durchführen und Anbieter selektieren
Mit Abschluss des Projekts wurden folgende wesentliche Ergebnisse erzielt:
Zum einen konnten die Kernprozesse in der Zentrale und allen Kraftwerken optimiert und harmonisiert werden. Gleichzeitig sind durch Einführung des integrierten Supply-Chain-Management-Systems über 500 Einzelsysteme mit veralteter Technologie abgelöst worden.
Diese Projektergebnisse sichern die Zukunftsfähigkeit des Klienten nachhaltig durch die Erzielung sowohl qualitativer als auch quantifizierbarer Nutzeneffekte für den Klienten.
Die qualitativen Nutzeneffekte sind eine signifikant erhöhte Transparenz über wesentliche Betriebsinformationen in der Zentrale und den Standorten und damit eine stark verbesserte Steuerbarkeit. Zusätzlich konnte durch die optimierten Prozesse und die neue integrierte IT-Landschaft die Komplexität und damit Risikoanfälligkeit stark reduziert werden
Die quantifizierbaren Nutzeneffekte für den Klienten belaufen sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag aufgrund von verbesserten Logistikprozessen, optimierten Lagerbeständen (Reduktion des Working Capitals) sowie Effizienzsteigerungen im Personalbereich.