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30.07.2010 A.T. Kearney Service-Kompetenz Industrie-Kompetenz Veröffentlichungen Veranstaltungen Karriere

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Lean IT

Nachhaltige Fokussierung auf Kernaufgaben und Steigerung der Effizienz der IT Organisation

Neue Anforderungen der Fachbereiche, dynamische Technologiezyklen und eine unausge­glichene Governance haben viele IT-Organisationen schwerfällig, kostenintensiv und inno­vationsschwach werden lassen. Starre, funktionale IT-Strukturen verbunden mit einer Misstrauenskultur führten zu Redundanzen, ineffizienten Geschäftsprozessen und Motivationsverlust der Mitarbeiter. Dabei wird oftmals nicht hinterfragt, ob eine Aufgabe tat­sächlich wertschöpfend für das Unternehmen ist. Ungeschickte Make-or-Buy-Entscheidungen haben das Gleichgewicht der intern vs. extern erbrachter Leistungen gestört. Infolgedessen wurde unternehmenskritisches Know-how an externe Dienstleister übertragen und externe Projektleiter steuern heute zum Teil externe Dienstleister. Dies gilt sowohl für die IT Demand- als auch die IT Supply- bzw. Serviceorganisation.

Eine Analyse der IT-Organisationen großer DAX Unternehmen sowie ausgewählter Mittel­ständler belegt dies eindrücklich:

  Bis zu 17% der in der IT-Organisation erbrachten Aktivitäten bringen keinen Wert­beitrag für das Unternehmen, sind nicht wertschöpfend und zu einem Großteil über­flüssig.
  Bis zu 28% der in der IT Organisation erbrachten Aktivitäten werden an mehreren Stellen der Organisation redundant erbracht.
  Bis zu 90% der redundanten Aktivitäten werden von internen Mitarbeitern erbracht.
  Bis zu 80% der unternehmenskritischen Aktivitäten werden von Externen erbracht.

Hochgerechnet auf die IT-Kosten sind Einsparungspotenziale von bis zu 30% ohne Einschrän­kungen des Wertbeitrags der IT realistisch. Der Ansatz, diese Potenziale zu realisieren ist nicht neu und geht zurück auf die Philosophie des Lean Management, SixSigma und Kaizen, die seit Jahrzehnten erfolgreich u.a. in den produktionsnahen Bereichen der Automobil­industrie eingesetzt wird. A.T. Kearney hat diesen Ansatz für Klienten in den letzten Jahren auf die speziellen Bedingungen in der IT angepasst und vereinfacht. Dabei werden durch ein Team bestehend aus IT-Management, Fachabteilung, IT-Fachexperten und er­fahrenen Beratern zunächst die unmittelbaren Potenziale identifiziert und deren Realisie­rung geplant. In einem zweiten Schritt wird dann ein kontinuierlicher Prozess etabliert, der die IT-Organisation ohne Hilfe von Beratern in die Lage versetzt, Prozesse und Organisation permanent zu optimieren.

Neben unserer Erfahrung bieten wir unseren Klienten ein ganzheitliches Toolkit für Lean IT mit:

  Aktivitätenanalyse nach Wertbeitrag
  Best Practice Prozesse/Organisationsstrukturen für Demand und Supply/IT-Service-Management
  Top-Down und Bottom Up (aktivätsbezogen) Kosten- und Personalbenchmarks
  Werkzeuge zur detaillierten Bestimmung der notwendigen Größe der IT-Organisation
  Make or Buy Strategie
  Interaktion zu den Mitarbeitern: Stimmungsbarometer, Qualifizierungsrundschau und Potentialtracker
  Controllinginstrumente zur Steuerung der Umsetzung identifizierter Potenziale

Das auf IT-Organisationen angepasste Lean Management ermöglicht schnelle Erfolge. Üblicherweise werden die ersten Potenziale 6 bis 8 Wochen nach Projektstart realisiert. Durch die Einbindung der IT-Mitarbeiter in die Projektmitarbeit ist eine hohe Akzeptanz der Projektergebnisse sichergestellt und gleichzeitig der Transfer der Methodenkompetenz auf die IT Organisation abgesichert. Das ist ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil dieser Methode gegenüber der klassischen Top-Down getriebenen Restrukturierung und Kosten­senkung.

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