Case Study: Komplexitätsmanagement für ein internationales Chemieunternehmen
Eine Spezialchemie-Unternehmen mit mehr einem Umsatz von mehr als drei Milliarden Euro wies ein hohes Maß an Produkt-/ Kunden-/ sowie Produktionskomplexität auf:
Die Kunden eines Geschäftsbereichs waren zudem von einem schweren Konjunktureinbruch betroffen
Die gesamte Industrie wurde von einem starken Umsatzrückgang in 2009 geschwächt
Steigende Preise für Rohmaterialien ließen die Profitabilität sinken, da die Preissteigerung nicht direkt an alle Kunden weitergegeben werden konnte.
Ansatz
A.T. Kearney nutzte seinen Komplexitätsreduktionsansatz, um sowohl den Nutzen als auch die Kosten der Komplexität zu ermitteln.
Während eines 16-wöchigen Projektes wurden Komplexitätskosten und -treiber entlang der gesamten Wertschöpfungskette analysiert:
Alle Kosten wurden aktivitätsbasierend verteilt
Die „Pocket Margin“ pro Produkt und Kunde wurde als realitätsnähere Rentabilitätskennzahl eingeführt
Variantenbäume mit Markt- und Technologiesicht ermöglichten Transparenz über Kosten und Nutzen von Komplexität
Resultate
Zum ersten Mal konnten „cost-to-make“ und „cost-to-serve“ den Kunden und Produkten aktivitätsbasierend zugeordnet werden („Pocket Margin“)
Kunden- und Produktportfolios wurden rationalisiert
Fast 50 Prozent der Abnehmer konnten als transferierbar zum Distributor identifiziert werden
Ein EBIT Potential von 80 bis 95 Millionen Euro zur Komplexitätsoptimierung konnte identifiziert und umgesetzt werden