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A.T. Kearney identifiziert Erfolgsfaktoren in der Fertigung am Standort Deutschland
Erfolgreiche Automobilzulieferer produzieren einfach, schnell und fehlerfrei

Düsseldorf, 31. Januar 2007

Erfolgreiche Automobilzulieferer erzielen in ihrer Fertigung eine hohe Flexibilität, ohne in die Komplexitätsfalle zu geraten. Sie vermeiden Fehler und sind dennoch schnell. Die besten Unternehmen können dabei auf durchschnittliche Umsatzzuwachsraten von bis zu 30 Prozent im Zeitraum von 2002 bis 2006 verweisen – der Durchschnitt liegt bei etwa neun Prozent. Das geht aus einer aktuellen Studie der Top-Managementberatung A.T. Kearney hervor, in der Erfolgsfaktoren in der Fertigung der deutschen Automobilindustrie untersucht wurden. Im Mittelpunkt standen dabei die operativen Leistungen von Zulieferbetrieben auf der Basis des Benchmarking-Wettbewerbs „Die Fabrik des Jahres/GEO“.

Unternehmen aus der Automobilindustrie belegen überproportional häufig vordere Plätze in dem Wettbewerb „Die Fabrik des Jahres / GEO“ von A.T. Kearney und der Wirtschaftszeitung „Produktion“. „Eine tiefere Analyse der branchenübergreifend gewonnenen Benchmarks zwischen 2002 und 2006 hat uns auf Erfolgsfaktoren für die Automobilproduktion am Standort Deutschland aufmerksam gemacht. Unternehmen, die diese Faktoren beherzigen, erzielen deutlich mehr Umsatz als ihre Wettbewerber“, sagt Götz Klink von A.T. Kearney und Autor der Studie.

Den Kunden mit Geschwindigkeit gewinnen

Erfolgreiche Automobilzulieferer überzeugen ihre Kunden durch Schnelligkeit. Während „Low-Performer” innerhalb von 24 Stunden gut 50 Prozent ihrer Aufträge ausliefern, erledigen „Top-Grower” in derselben Zeit knapp zwei Drittel. Dies ist deshalb möglich, weil ihre Durchlaufzeit wesentlich kürzer ist als die ihrer Wettbewerber. Automobilzulieferer mit einer im Vergleich zu anderen Industrien durchschnittlichen Durchlaufzeit zählen in ihrer Branche schon zu den Low-Performern.

Innovativ sein, ohne die Komplexität zu erhöhen

Der Ausspruch „Keep it simple“ hat auch für die Automobilzulieferer seine Berechtigung – vor allem im Hinblick auf die verwendete Anlagentechnologie. Unternehmen, die mehr als 75 Prozent ihrer Anlageninvestitionen für Standardtechnologien einsetzen, sind weit häufiger unter den Top-Performern als unter den Low-Performern. „Nur weil sie Standard-Technologien einsetzen, sind sie aber nicht weniger innovativ“, betont Klink: „60 Prozent der Produkte von Top-Performern sind Marktneuheiten – bei Low-Performern sind es lediglich 38 Prozent.“

Vorbeugen ist besser als nacharbeiten

„Fehlerhafte Teile sind ein absoluter Umsatzkiller“, konstatiert Frank Rattey von A.T. Kearney. „Das Geheimnis liegt in der Prävention: Fehler gar nicht erst entstehen lassen, lautet die Devise“, so der Co-Autor der Studie. Top-Performer investieren deutlich mehr in die vorbeugende Qualitätssicherung – nahezu 50 Prozent der Qualitätskosten – und die vorbeugende Instandhaltung (etwa 45 Prozent der Instandhaltungskosten) sowie in das Training der Mitarbeiter. „Die Investitionen der Automobilzulieferer in die Qualitätssicherung haben sich gelohnt: Seit 2002 sank die Zahl der fehlerhaft oder verspätet gelieferten Teile um 45 Prozent und liegt heute bei 1,8 Prozent – Tendenz: weiter sinkend“, resümiert Rattey.

Über die Studie

Seit 1992 zeichnen A.T. Kearney und die Wirtschaftszeitung „Produktion“ deutsche Produktionsstätten in dem jährlichen Wettbewerb „Die Fabrik des Jahres/GEO“ aus. Dieses branchenübergreifende Benchmarking ist die Basis für diese Analyse der Erfolgsfaktoren in der Automobilfertigung am Standort Deutschland. Dabei wurden die Daten aus den Wettbewerben 2002 bis 2005 ausgewertet. Von den analysierten Unternehmen der Automobilzulieferindustrie sind knapp 70 Prozent der Großunternehmen zuzurechnen, etwas über 30 Prozent sind mittelständische Unternehmen. Knapp 85 Prozent sind Serienproduzenten, während 15 Prozent im Auftrag fertigen.


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