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08.02.2012 A.T. Kearney Service-Kompetenz Industrie-Kompetenz Veröffentlichungen Veranstaltungen Karriere

Industriekompetenz - Automobil- und Zulieferindustrie
Industriekompetenz - Automobil- und Zulieferindustrie - Entwicklung und Innovation
Industriekompetenz - Automobil- und Zulieferindustrie - Lieferantengetriebene Wertschöpfung
Industriekompetenz - Automobil- und Zulieferindustrie - Supply Chain Management
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Situation:
Die große Modell- und Ausstattungsvielfalt führt in der Automobilbranche zunehmend zu Problemen. Darüber hinaus wird die Komplexität der Lieferkette durch Globalisierung, Konsolidierung, Individualisierung und wachsende Serviceanforderungen gesteigert. Die technische Komplexität lässt sich teilweise durch ein intelligentes Plattform /Modulkonzept beherrschen. Jedoch gibt es innerhalb der Supply Chain in Bezug auf die Planung und die Steuerung erhebliche Probleme: die „richtige“ Auslastung von Kapazitäten und die Schaffung ausreichender Flexibilität ist bei Bedarfsschwankungen von zum Teil mehreren hundert Prozent gegenüber der Vorschau zu einer zentralen Herausforderung geworden. Daraus resultierende „Unruhekosten“, z.B. durch kurzfristige Schaffung von Kapazitäten oder durch Sonderfrachten, belaufen sich in der Automobilindustrie mitunter auf bis zu vier Prozent der Gesamtkosten der vertriebenen Produkte. Die aus der Individualisierung resultierende Verringerung der Losgrößen erschwert zudem die Realisierung von Skaleneffekten in der Produktion – die Losgröße „1“ wird heute mehr und mehr Realität.

Typische A.T. Kearney-Projekte:
  Prozessorientierte, ereignisbasierte Planungs- und Steuerungssysteme
  Integration des MRP-Systems über Unternehmensgrenzen hinweg (Frühwarnung)
  Umfassende Optimierung von Distributionsnetzwerken zur Schaffung von Reaktionsfähigkeit, Flexibilität und Transparenz

Ergebnisse:
Mit den Planungs- und Steuerungssystemen, die sich an den Prozessen orientieren, verhelfen wir unseren Kunden zu einer verbesserten Transparenz und vereinfachen ihre Abläufe. Durch die Integration des MRP-Systems (Material Requirements Planning) lassen sich über Unternehmensgrenzen hinweg frühzeitig realistische und realisierbare Vorhersagen treffen und diese entsprechend organisieren. Insgesamt kann das gesamte Distributionsnetzwerk durch die Optimierung von Reaktionsfähigkeit, Flexibilität und Transparenz der Komplexität der Supply Chain erfolgreich begegnen.

The Visible Process Organization für einen Automobilhersteller
Bei einem weltweit tätigen Automobilhersteller mit mehreren Marken war die Organisation funktional dominiert und die interne Komponentenfertigung hatte einen erheblichen Umfang erreicht. Durch permanente und kurzfristige Planungsänderungen traten im Produktionsprozess erhebliche Probleme auf. Die Folge waren beträchtliche Unruhekosten im gesamten Unternehmen. Der von A.T. Kearney gewählte Projektansatz stellte die Visible Process Organization bei dem Hersteller in den Mittelpunkt. Es wurde zunächst ein marken- und funktionsübergreifendes Planungs- und Steuerungszentrum installiert, besetzt mit Vertretern aus allen beteiligten Funktionen: Vertrieb, Entwicklung, Produktion, Einkauf und Logistik. Das Team beobachtete proaktiv alle relevanten Prozesse und war in erforderliche Entscheidungen über Planungsänderungen frühzeitig involviert. So konnte eine unmittelbare und lückenlose Kommunikation der Änderungen und zugleich eine vertrauensvollere Zusammenarbeit zwischen den Funktionen sichergestellt sowie die Transparenz gesteigert werden. Kombiniert wurde diese veränderte Organisation mit einem neuen, harmonisierten Anreizsystem. Verteilungsprozesse wurden durchsichtiger und im Falle von Engpässen kamen „faire“ Lösungsmechanismen zum Einsatz. Das Planungs- und Steuerungszentrum ist inzwischen zu einem wesentlichen „Werkzeug“ für die Beteiligten und für den Vorstand geworden. Auf diese Weise konnten Gesamteinsparungen über die gesamte Wertschöpfungskette von mehr als 200 Mio. Euro pro Jahr erzielt werden.

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