„Managerin eines Change Management Projektes und ihrer Kinder“ Sybile Hoppe-Le Bréquier
„Nachdem ich vier Jahre als Beraterin (zuletzt Managerin) bei A.T. Kearney gearbeitet hatte, bekam ich Ende 2004 das erste Kind. Gemeinsam mit meinem Mann (ebenfalls Berater) nutzten wir im ersten Lebensjahr die Möglichkeit, den Erziehungsurlaub zu splitten, so dass ich schon nach sechs Monaten auf meine Position zurückkehren konnte. Anfang 2007 kamen dann unsere Zwillinge dazu und mein Wunsch, bald in den Job zurückzukehren, schien in ganz weite Ferne gerückt. Deshalb war ich sehr froh, als ich von A.T. Kearney ein Teilzeit-Angebot bekam. Jetzt bearbeite ich zehn Stunden pro Woche ein umfassendes Change Management-Projekt, teilweise auch von zu Hause aus. Ich kann mir meine Arbeitszeit frei einteilen und sehr selbstständig arbeiten. Und ich freue mich, wieder Kontakt zu meinen Kollegen zu haben!“
„Teilzeit im Projektgeschäft“ Claudia und Matthias Witzemann
Claudia und Matthias haben sich durch die gemeinsame Projektarbeit bei A.T. Kearney kennengelernt und gestalten nun auch die Betreuung ihres Kindes gemeinsam. Zunächst arbeitet Claudia an zwei Tagen 40 Prozent (Montag und Dienstag). Die Option ist, die Arbeitszeit auf 60 Prozent zu erhöhen, dann mit zwei Tagen beim Kunden vor Ort zu sein – ergänzt durch einen Bürotag. Matthias startet mit einer Arbeitszeit von 60 Prozent, also Mittwoch bis Freitag, davon ist ein Tag im A.T. Kearney-Büro eingeplant. Er will tendenziell auf 80 Prozent gehen, dann wären es drei Tage beim Kunden vor Ort und einer im Büro.
Die beiden werden auf unterschiedlichen Projekten arbeiten und versuchen, ihre Tage/Projekte so anzubieten, dass immer einer von beiden bei ihrer Tochter ist. Beide werden von A.T. Kearney und der Unternehmensführung sehr gut unterstützt. Und wenn es klappt, wovon Claudia und Matthias überzeugt sind, ist das wirklich ein attraktives und zukunftsträchtiges Modell.“
„Vater und Manager bei A.T. Kearney“ Jochen Hauff
„Ich bin seit 2000 bei A.T. Kearney in Berlin und Warschau tätig. Von Mai 2007 bis April 2008 war ich in Elternzeit. Meine Elternzeit-Pläne wurden von der Personalabteilung seinerzeit völlig problemlos akzeptiert – trotz angekündigter langer Dauer von ‚mindestens 1 Jahr', und obwohl erfahrene Manager derzeit rar sind. Ein Stück weit überrascht hat mich die völlige Flexibilität hinsichtlich genauem Start und Endpunkt und die damit verbundene Aussage: ‚lass' es uns wissen sobald Du es weißt’. Ganz ehrlich: einige Kollegen waren hinsichtlich der Dauer meiner Elternzeit doch ein wenig verwundert. Doch es überwogen die positiven Reaktionen, insbesondere von den Kollegen, die selber Kinder haben.
Während der Elternzeit habe ich mich auf freiwilliger Basis in laufende Projekte eingebunden und an Practice-Treffen und Telefonkonferenzen teilgenommen, um im Thema zu bleiben. Dadurch blieb ich „warm“ was den Wiedereinstieg sehr erleichtert hat. Zudem ist es uns gelungen, eine neue Position als Program Manager und Experte für die globale Nachhaltigkeitsinitiative zu definieren. Diese ist besser mit meiner Vaterrolle vereinbar– und stellt sogar gleichzeitig einen Karrieresprung für mich dar. Ich würde die Chance, Elternzeit zu nehmen, immer wieder nutzen.